Der Bildschirm zeigt kryptische Meldungen. Dateien lassen sich nicht mehr öffnen. Mitarbeiter melden, dass "irgendwas komisch ist". In diesem Moment zählt jede richtige Entscheidung.
Viele Unternehmen machen in den ersten Minuten entscheidende Fehler. Dieser Leitfaden zeigt, was jetzt wirklich wichtig ist.
Sofortmaßnahmen: Die ersten Minuten
1. Ruhig bleiben, nicht panisch handeln
Klingt banal, ist aber der wichtigste Punkt. Hektische Aktionen wie das Löschen von Dateien oder wahllose Neustarts können Beweise zerstören und den Schaden vergrößern.
2. Systeme sofort vom Netz trennen
Ziehen Sie bei einem offensichtlichen Angriff wie Verschlüsselung die Netzwerkkabel oder deaktivieren Sie das WLAN. Das passiert sofort und ohne zu warten, denn es verhindert, dass sich die Schadsoftware weiter ausbreitet und die Angreifer weiterhin auf Ihre Systeme zugreifen können.
3. Geräte aber nicht ausschalten
Das klingt widersprüchlich, hat aber einen guten Grund: Im Arbeitsspeicher eines laufenden Geräts liegen wichtige Spuren, die Cyber-Experten für die Analyse brauchen. Außerdem kann ein abruptes Abschalten laufende Verschlüsselungsprozesse in einem Zustand zurücklassen, der die Wiederherstellung erschwert. Also: Netzwerk trennen: ja, Strom: nein.
4. Nicht bezahlen
Bei Ransomware-Forderungen gilt: Lösegeldzahlungen finanzieren die Täter weiter und garantieren keine Wiederherstellung Ihrer Daten. Es gibt zudem rechtliche Aspekte, die Sie vorher abklären müssen.
5. Kommunikation intern regeln
Informieren Sie Ihre Mitarbeiter klar und schnell. Niemand soll auf eigene Faust "helfen" oder mit Dritten über Details sprechen.
Notfallhilfe abrufen
Holen Sie so schnell wie möglich Experten dazu. Für österreichische Unternehmen gibt es dafür die Cyber-Security-Hotline der WKO:
📞 0800 888 133
Rund um die Uhr erreichbar, kostenlos, und sie koordiniert den Kontakt zu Cyber-Security-Unternehmen in Ihrer Nähe.
Tipp: Speichern Sie diese Nummer jetzt in Ihrem Handy. Im Notfall haben Sie keine Zeit zum Suchen.
Wir von TauernTec sind einer dieser Partner. Nach der Vermittlung durch die Hotline führen wir ein kostenloses Erstgespräch durch, besprechen konkrete Sofortmaßnahmen und unterstützen bei Bedarf vor Ort.
Diese Informationen brauchen die Helfer
Je klarer die Lage beschrieben werden kann, desto schneller geht die Hilfe. Halten Sie folgende Punkte bereit:
- Was genau ist das Problem?
Beschreiben Sie den Vorfall mit Ihren eigenen Worten. - Wann ist es passiert?
Zeitpunkt, möglichst genau. - Was genau passiert?
Sind Dateien verschlüsselt? Zeigt das Antiviren-Programm eine Meldung? Oder ist es etwas anderes, etwa eine Erpresser-Mail oder ein gesperrter Account?
Sie müssen dafür keine Fachbegriffe kennen. Auch eine unvollständige Beschreibung ist besser als keine.
Was Sie außerdem bedenken sollten
- Dokumentieren Sie alles: Screenshots, Fehlermeldungen, Uhrzeiten. Das hilft den Experten und kann für Versicherung oder Behörden wichtig sein.
- Datenschutz und Meldepflichten: Bei personenbezogenen Daten können DSGVO-Meldefristen laufen. Auch das klären Sie am besten direkt mit den Experten.
- Alte Backups nicht voreilig überschreiben: Sie könnten später Ihre einzige Rettung sein.
Fazit
Ein Cyber-Angriff ist immer ein Ausnahmezustand. Aber mit einem klaren Kopf, getrennten Systemen und schnellem Expertenkontakt lässt sich der Schaden deutlich begrenzen.
Rufen Sie uns im Notfall gleich direkt an: 📞 +43 664 5468196
Und besser noch: Die meisten Notfälle lassen sich von vornherein vermeiden. Mit unserem kostenlosen Sicherheitscheck finden Sie in wenigen Minuten heraus, wo Ihr Unternehmen angreifbar ist: